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Einkaufen 2010

Die Zeiten hoher Versandkosten und langer Lieferzeiten sind längst vorbei!
Wir kaufen nur noch online!
Ist das so?

Ich möchte kurz meine heutige Sicht zum Online-Shopping darstellen.
Viele Nachteile verschwanden mit der Zeit, wir haben es heutzutage deutlich bequemer.
Doch gibt es immer noch Gründe, dem (mehr oder weniger) örtlichen Laden einen Besuch abzustatten, sich nicht von DHL und Co. beliefern zu lassen?

Ja, vor einigen Jahren gab es äußerst gute Gründe, doch noch schnell den Laden um die Ecke zu besuchen, statt sich langwierigen Online-Bestellprozessen hinzugeben, um anschließend tagelang mit der Ungewissheit zu warten, ob das „Päckchen denn wohl heute endlich mal kommt“.
In Zeiten standardmäßigen Express-Versands, in denen Wörter wie „overnight“, „24/7-Dienst“ und „premium“ zum selbstverständlichen Vokabular einschlägiger Versandketten gehören, fallen diese Argumente des „Retro-Einkäufers“ tatsächlich weg.
Auch kosten für den Pakettransfer sind entweder schon nichtig oder unerheblich, zumindest, was alltägliche Waren betrifft.
Doch bei allem Charme ausführlicher Produktbeschreibungen, Kundenrezensionen und Preisangaben-
bisher fehlt es Amazon und Co. noch immer an der ureigensten Möglichkeit, kritische Produktanalytiker zu besänftigen:
Die haptische Wahrnehmung und Bewertung von Produkten kann auch weiterhin nicht in einem Online-„Kaufhaus“ ermöglicht werden.
Es ist ein klares und deutliches Bild, das ein Kunde hat, der das Produkt seiner Wahl vor dem Kauf in den Händen hatte, dessen Qualität und Verarbeitung er erschließen konnte.
Und so mögen Versanddienste für reguläre Geschäfte unerreichbare Zielmarken auf Gebieten wie Auswahl und Vielseitigkeit setzen, die Nähe zum Käufer kann aber nie so groß sein, wie es in einem realen Verkaufsladen potentiell möglich ist.
Auch sollten die Möglichkeiten menschlichen Kontakts mit Geschäftspersonal unbedingt in die Erschätzung des Potentials regulärer Geschäfte mit einbezogen werden.
Warum rede ich hier so oft nur von Potential?
Normale Ladengeschäfte verspielen diese Möglichkeiten nur zu oft.
Man setzt Investitionen in Quantität, nicht in Personal; in Auswahl, nicht in den Kontakt des Kunden zum Produkt.
Somit setzt man sich in Konkurrenz zum Goliath namens Versandhandel, und verliert.
Doch jeder Geschäftsinhaber hat die Möglichkeit, diese Richtung wieder zu ändern- vom Detail bis zum Gesamtkonzept.
Und da wundert sich noch einer, warum die Apple Stores so gut laufen.
Ich sage nur: Potential nutzen.


(links: Apple Store One to One Service; rechts: Kassen, Media Markt)

easystick





Seid ihr auch meiner Meinung?



Kauft ihr oft „online“ ?



Wie sähe der Laden eurer Träume aus?

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